Buch-Tipp: Die geheime Sammlung
Wer glaubt das Thema „Märchen“ sei für kleine Kinder täuscht sich gewaltig. Das Buch „Die geheime Sammlung“ von Polly Shulman ist ein traumhafter Ausflug in die Welt der Märchen und absolut lesenswert.

© Pan Verlag
Die 15-jährige Elisabeth Rew liebt Märchen. Vor allem ihre verstorbene Mutter machte sie in ihrer Kindheit mit all den fantastischen alten Geschichten der Gebrüder Grimm vertraut.
Nachdem aber ihr Vater wieder geheiratet hat, führt Elisabeth im neuen Haushalt selbst ein Aschenputtel-Dasein. Deshalb ist sie auch Feuer und Flamme, als sie von ihrem Lehrer einen Job im New Yorker Repositorium - dem Museum der verleihbaren Schätze - angeboten bekommt.
Von nun an wird ihr Leben immer abenteuerlicher, denn in diesem ungewöhnlichen Haus gibt es nicht nur jede Menge Gegenstände berühmter Personen, sondern auch eine geheime Kammer, in der die magischen Schätze aus Grimms Märchen aufbewahrt werden.
Doch es lauert Gefahr, denn immer mehr bezaubernde Gegenstände verschwinden. Elisabeth und ihre neuen Kollegen müssen alles daran setzen, den Dieb zu finden. Das Haus hat dicke Mauern – aber kann man all seinen Mitarbeitern über den Weg trauen?
Wer die Märchen der Gebrüder Grimm kennt, wird an vielen Stellen die bekannten, magischen Gegenstände, wie zum Beispiel den hinterhältigen Spiegel aus „Schneewittchen“ oder die Sieben-Meilen-Stiefel aus „Der gestiefelte Kater“ wiedererkennen. Mit viel Geschick bindet die Autorin die Gegenstände an verschiedensten Stellen in die Geschichte ein.
Poly Shulman versteht es, altertümliche Themen mit modernen geschickt zu verknüpfen und findet auf diese Weise für alte Märchen und Gegebenheiten der Moderne, wie Internet und Handys, einen gemeinsamen Nenner.
